Mittwoch, 30. März 2011

Die lesende Minderheit - Buchthema März/April 2011

Nachdem ich es in den ersten beiden Monaten nicht geschafft habe, ein Buch nach dem Thema der "lesenden Minderheit" zu lesen, weil ich einfach noch zu viel andere Lektüre hier rumliegen hatte, wollte ich beim nächsten Mal unbedingt dabei sein.

Als Bine und Caro endlich das März/April-Thema veröffentlicht hatten, war ich erstmal enttäuscht. Soll ich jetzt ein Kochbuch lesen????

Weil ich so gar keine Idee hatte, habe ich unsere örtliche Bücherei aufgesucht, bei den Autoren bei A angefangen zu suchen und mir das erste Buch genommen, das das Thema Essen im Titel hatte. Das war dieses:



Ich habe es vor Ort kurz angelesen: Ich fand es ganz interessant, wusste aber nicht wirklich, ob es mir gefallen würde. Außerdem ist es in der Ich-Form geschrieben; das mag ich normalerweise nicht so gerne. Erschienen ist es 1997, also schon ein wenig älter, aber deshalb nicht minder lesenswert.

Besser als es der Klappentext zusammenfasst, kann ich es auch nicht:

"Wie man vom Blitz Erschlagene wiedererweckt, Rübenwein herstellt oder Kojoten in die Falle lockt - dies und vieles mehr findet Beth Weeks beim heimlichen Blättern im Merkbuch ihrer Mutter. Kein Rezept aber schein es gegen die Probleme und Ängste der Fünfzehnjährigen zu geben, die mit ihrer Familie auf einer Farm in British Columbia lebt.

Der Farmalltag ist hart, und in der Schule wird Beth wegen ihres cholerisch-gewalttätigen Vaters ebenso gedemütigt wie wegen der Freundschaft ihrer Mutter mit Bertha Moses, einer Indianerin aus dem nahe gelegenen Reservat. Bertha ist überzeugt davon, dass ein böser Geist - Coyote - verantwortlich ist für die zahlreichen Todesfälle im Umkreis. Und Coyote ist es wohl auch, der Beth verfolgt, wenn sie ihre verbotenen Ausflüge unternimmt...

Blaue Blüten regnen vom Himmel, Straßen färben sich blutrot, und Menschen verwandeln sich in Tiere - bizarre und übersinnliche Charaktere bevölkern diesen hinreißenden Erstlingsroman, der für den bedeutendsten kanadischen Romanpreis nominiert wurde."

Wenn man den letzten Abschnitt des Klappentextes liest, erwartet man eher einen Fantasy-Roman. Ist es aber nicht. Beth erzählt ungefähr über einen Zeitraum von einem Jahr aus ihrem Leben. Das Merkheft ihrer Mutter spielt eine große Rolle, so tauchen auch immer wieder kleine, einfache Rezepte auf, die ihre Mutter verewigt hat:


(kann ich hier natürlich nicht im Original abbilden...)

Ganz hinten gibt es dann auch ein Rezept- und Arzneien-Verzeichnis. Ausprobiert habe ich allerdings keines. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sie schmecken könnten...

Meine Meinung zu dem Buch:

Nachdem ich mich in die Geschichte eingelesen hatte und mich auch darauf einlassen konnte, habe ich das Buch verschlungen. Jedes Mal, wenn ich es abends weggelegt habe (sofern ich es konnte; meistens habe ich gelesen, bis es mir aus der Hand gefallen ist), wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Mit 445 Seiten ein für mich eher dünnes Buch - ich hatte es in vier Tagen "durch".

"...ein Zauber, der auch den Leser dieses faszinierenden Erstlingsromans gefangennimmt".

Dem kann ich voll und ganz zustimmen.

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