Mittwoch, 19. August 2015

Flohmarkt letztes Wochenende in der Rheinaue

Danke, danke, danke - da habt Ihr uns ja wirklich feste die Daumen gedrückt... es hat nur einmal kurz geschauert, ansonsten ist es trocken geblieben.

Vor allem, weil es die nächsten drei Tage bei uns so aussah:


















Dauerregen bis gestern!


Am Samstag um halb fünf haben wir uns mit Hänger und kaputtem Auto... (haha - mal wieder typisch für unsere Familie: kommt der Liebste am Freitag, also einen Tag vor dem Flohmarkt, heim mit den Worten, "Schatzi, wir haben keinen 1. und 2. Gang mehr..." )

Ach, wer braucht die denn??? Wir können am Berg und mit Hänger auch im 3. Gang anfahren... (Achtung: Ironie). Aber irgendwie sind wir hingekommen. Und auch wieder zurück.

Aber mal der Reihe nach.

Um halb fünf haben wir uns also auf den Weg Richtung Bonn begeben. Die erste Zitterpartie: Schaffen wir das mit dem Auto???

Dort angekommen war natürlich noch alles dunkel. Ups, das hatten wir nicht bedacht, Taschenlampe wäre ganz gut gewesen. Einen Parkplatz hatten wir nahe des "Eingangs" gefunden, wir brauchten also nur den Hänger abkoppeln und über die Straße schieben. Und unseren Platz finden. Im Dunklen. Aber da waren ja schon viele, viele hilfsbereite Menschen unterwegs, die ein Licht dabei hatten, so dass wir den Stellplatz dann doch ausfindig machen konnten. (Und ehrlich gesagt, so ganz blöd sind wir ja auch nicht, wir hatten ein paar Tage vorher schon nachgeschaut, wo es ungefähr ist. Die Platznummern stehen da ja ganzjährig auf den Wegen.)

Im Dunklen konnte ich erstmal nicht, dann habe ich irgendwie vergessen, beim Aufbau mal ein Foto zu machen. Denn das war für mich schon die zweite Zitterpartie: Wie aufbauen? Kriegen wir alles unter? Das hatte ich vorher nicht ausprobiert  :-)

Hier kurz vor der "offziellen" Eröffnung gegen acht Uhr. Himmel, wieviel Krempel sich bei vier Kindern so ansammelt... Ist ja nicht so, dass ich nicht immer wieder aussortiert habe, viel verschenkt und schon auf anderen Basaren verkauft habe... Ich habe den Dachboden nicht mal zur Hälfte aufgeräumt dafür. Sicher versteckt sich da auch noch das ein oder andere Schätzchen.


















Dritte Zitterpartie: Kauft überhapt jemand etwas? Wieviel müssen wir wieder mit nach Hause nehmen?

Aber bereits vor acht waren Einige unterwegs, die auf Schnäppchen aus waren, und da konnten wir schon ein paar Teilchen verkaufen. Der Platz neben uns war zwar vermietet, ist aber leer geblieben. Wahrscheinlich hat denjenigen die Wettervorhersage abgeschreckt. Das fand ich persönlich sehr angenehm, wir hatten viel Platz...
















Immer den Blick auch nach oben gerichtet, denn zeitweise sah es mal so aus:


















Kind 3 und 4 haben sich zwischendurch immer mal wieder verabschiedet, um bummeln zu gehen. Außer unserem Standplatz und einmal die Toilette habe ich selber leider nicht viel vom Flohmarkt mitbekommen. Aber wir wollten ja auch was loswerden und nicht wieder genauso viel mit nach Hause nehmen  :-)  Wir hatten das Rundumsorglos-Essenspaket dabei, genauso wie Kaffee und viel Wasser. Und ganz wichtig für so einen Tag: Gute Laune.

Spannend wurde es, wenn Kind 4 plötzlich Spielsachen von sich auf dem Tisch entdeckt hat, mit denen er seit Jahren nicht mehr gespielt und die er ja auch selber irgendwann aussortiert hat. Plötzlich wollte er sie doch nicht mehr hergeben. Das waren die Momente, an denen ich es bereut habe, die Kinder mitgenommen zu haben. Diese Momente fand ich persönlich die anstrengendsten vom ganzen Tag, alle anderen Leute haben sich wahrscheinlich köstlich darüber amüsiert.

Gegen drei kamen Tochterkind 1 nebst Freund vorbei. Die beiden haben uns noch tatkräftig unterstützt. Vor allem als es um viertel vor vier ans Aufräumen ging.  Danke dafür Ihr Zwei!

Um sechs waren wir total erschöpft wieder zu Hause. Wir haben nur noch den Hänger in die Garage geschoben und uns dann über die Einnahmen gefreut.

Einen Tag später fragte ein Bekannter meinen Mann, ob wir denn Erfolg gehabt hätten. Damit meinte er mit Sicherheit den finanziellen Erfolg.

Wir haben diese Frage für uns so beantwortet:

Wir haben jetzt einen teilweise aufgeräumten Dachboden.
Dieser ist leerer als vorher.
Wir hatten zwar eine Menge Arbeit (in erster Linie ich) im Vorfeld und natürlich auch im Nachhinein, aber wir hatten an dem Tag selber eine Menge Spaß. OK, mal abgesehen von den Diskussionen mit Kind 4.
Wir sind vielen netten Menschen begegnet und haben vielleicht einige glücklich gemacht.
Wir sind selber glücklich darüber, dass einige Dinge, die wir nicht mehr brauchen können, woanders noch gerne genutzt werden.
Wir sind mit sieben Kisten weniger wieder nach Hause gefahren.
Und wir haben sogar ein wenig Geld dabei verdient.

Also war es ein voller Erfolg!

Für einige Flohmarkthasen unter Euch ist das wahrscheinlich nichts Besonderes, für uns aber eine ganz neue Erfahrung.

Die dicke Diva war inzwischen in der Werkstatt und der große Hänger ist ausgeladen und zurückgegeben. Einem erneuten Flohmarkt steht nichts mehr im Wege, denn der Rest passt in unseren eigenen kleinen Hänger und das Auto kann wieder schalten. Ich habe uns auch direkt angemeldet, allerdings nicht in Bonn, sondern beim örtlichen Kinderflohmarkt, der zeitgleich mit dem in der Rheinaue stattfindet. Es wäre doch gelacht, wenn ich nicht noch weitere Kisten leer bekäme...

Wen es interessiert: Der nächste und ich glaube letzte Flohmarkt für dieses Jahr in der Rheinaue findet am 19. September statt.


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