Sonntag, 11. September 2011

Die weißen Lichter von Paris

Von diesem Buch war ich total begeistert:



Klappentext:

Paris, Anfang der 20er Jahre. Gräfin Xenia Ossolin ist die stolze und eigensinnige Tochter eines Gardegenerals und in den besten Kreisen der Petersburger Gesellschaft aufgewachsen. Doch dann hat sie in den Wirren der blutigen Oktoberrevolution alles verloren, auch ihre geliebten Eltern. Nach einer leidvollen Flucht landet sie schließlich in der „Russenkolonie“ von Paris, wo sie in bitterster Not als Näherin das Überleben für sich und ihre beiden jüngeren Geschwister sichert.

Eines Tages entdeckt ein berühmter Modeschöpfer die schöne Russin, und plötzlich scheinen sich alle Türen für Xenia zu öffnen. Sie steigt zum international gefragten Mannequin auf, und die Illustrierten reißen sich um ihr gleichzeitig apartes wie unnahbar wirkendes Gesicht. Auch der Berliner Modefotograf Maximilian, Freiherr von Passau, ist von Xenia hingerissen, seit er sie zufällig in Paris kennengelernt hat. Als er sie auf einer Modenschau in Berlin wiedersieht, weiß er, dass sie die Frau seines Lebens ist.

Beide erleben eine leidenschaftliche Affäre miteinander, aber als Max Xenia nach Paris folgt und ihre seine bedingungslose Liebe gesteht, weist sie ihn zurück. Zu sehr hat ihr Überlebenskampf sie hart werden lassen und mißtrauisch gegenüber großen Gefühlen. Doch seinem Schicksal kann man nicht entgehen, und während um sie herum durch Nazidiktatur und Krieg ein ganzer Kontinent aus dem Gleichgewicht gerät, begegnen Max und Xenia sich unter dramatischen Umständen wieder…

Die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten steht nicht so sehr im Vordergrund wie der Klappentext dies vermuten läßt. Xenias Geschichte wird auf den 100 ersten Seiten des Buches beschrieben und man fragt sich spätestens bei der Vorstellung von Max' Charakter wie die Autorin die Zwei wohl zusammenführen mag.

Die zeitliche Kulisse von Beginn der 20er Jahre bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges beschreibt Theresa Révay so spannend, dass das - behaupte ich hier einfach mal - jeden Geschichtsmuffel fesseln wird.

Über die Autorin:

Theresa Révay, 1965 in Paris geboren und aufgewachsen, studierte französische Literatur an der Sorbonne. Sie veröffentlichte ihren ersten Roman mit Anfang 20. Danach arbeitete sie viele Jahre als Übersetzerin und Gutachterin für verschiedene französische Verlage. "Die weißen Lichter von Paris" ist ihr dritter Roman in deutscher Übersetzung.

„Unmöglich, sich mit diesem Roman zu langweilen.“ Marie Claire

Dem kann ich nur zustimmen. Ich finde, dieses Buch ist absolut empfehlenswert.

In der Taschenbuchausgabe erschienen: August 2009 im Goldmann-Verlag

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